Viewing posts for the category Thoughts & Motivational

ByeBye Blog - eine Abrechnung mit dem Medium, uns selbst und der Branche.

Der Startschuss war die große berufliche Krise, in der wir uns Ende letzen, Anfang diesen Jahres befunden haben. Seitdem ging es bergauf, stetig bergauf - und trotzdem ist dies nun unser Endpunkt. Es lief nie besser, sowohl privat, als auch im Job. Doch man sagt nicht umsonst: man soll gehen, wenn es am Schönsten ist (oder in unserem Falle, wenn es am besten läuft). Genau das beschließen wir in diesem Moment. Denn 'einfach nur' bloggen, das ist nicht mehr unsere Zukunft. Die Gründe: Dieser Blog ist längst kein (persönlicher) Blog mehr, so wie die meisten Blogs längst keine (persönlichen) Blogs mehr sind. Nicht per Definition jedenfalls. Es ist eine Maschinerie geworden, die nicht zu uns passt. Linda hat Like A Riot gestartet, als das Thema 'Blogging' gerade neu war. Sie kreierte eine Plattform für geteilte Momente, eigene Inspiration, nach ihren eigenen Regeln und betrieben mit echter Leidenschaft. Ein Hobby eben, ein zeitintensives, vielgeliebtes Hobby. Wir beide schreiben schon immer gern, haben unsere Schulzeit nicht in den Diskotheken der Stadt, sondern an unseren Schreib-Blöcken verbracht. Ihr kennt die Story ja: Gedichte, Kurzgeschichten, wilde Zukunftsträume - das war der größte Teil unserer Jugend. Ein Blog klang daher wie ein wahres Vergnügen, man konnte sein Geschriebenes teilen, sich komplett ausleben mit Fotografie und Wort und sogar unserer anderen Leidenschaft konnten wir frönen: der Mode.

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'Happiness is only real when shared' - Hinter den Kulissen im Hause Riot.

Respekt, Ehrlichkeit, persönlicher Freiraum, Toleranz, Demokratie und allem voran eine große Portion Liebe - das sind die Grundpfeiler unserer eher unkonventionellen Wohngemeinschaft. Die, von der niemand dachte, sie würde gutgehen. Zwei konventionelle Paare in einer Lebenssituation, die nicht jeder verstehen kann und will, die uns aber mehr Glück und Freiheitsgefühl beschert, als wir es uns je zu träumen gewagt haben. Wir sind nun also umgezogen. Um die bis dato meist gestellte Frage direkt vorweg zu nehmen: Nein, wir haben das Haus nicht gekauft. Aber wir halten es uns offen, dies evtl. noch nachzuholen. Wir haben eine neue Bleibe gesucht und über Umwege und Verwandtschaft die 180m2 heruntergekommene Bruchbude gefunden, die wir in den letzten zwei Wochen bis ins Detail renoviert haben. Es gibt zwei Schlafzimmer (Caro und Logo schlafen im vorderen Flügel, Linda und Einar im hinteren), zwei Büros, zwei Badezimmer, eine Küche und einen riesigen Wohn- und Essbereich, welchen wir uns teilen, bzw. eher gemeinsam bewohnen. Letzteres trifft es besser, da wir nicht wie eine WG funktionieren, sondern eher wie eine Familie. Gemeinsames Einweihungsessen und Fernsehabend mit Ben und Jerrys, Portwein auf der Terrasse und Grillen am Wochenende. Wir waschen zusammen ab und Sonntags müssen alle putzen - keine Ausreden.

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Wundervolles Island - Episode 3: Warum heiraten deine Sache ist.

Wir wollten einen Beitrag über Hochzeitsbräuche in Island schreiben. Wir fanden das (auch in Anbetracht unserer eigenen Geschichte) eine spannende Sache und haben uns mit Schwung in die Recherche geworfen... Wir wurden nicht fündig. Selbstverständlich gab es unzählige schräge Bräuche zu Wikingerzeiten, die von fragwürdigem Essen über Opfergaben für Odin und Freya bis hin zu den lustigsten Aberglauben so Einiges umfassten. Aber wenn man über den geschichtlichen Stand hinaus schaut, dann findet man nicht mehr viel. Besser: man findet gar nichts. Weder im Netz, noch auf Nachfrage. Die Isländer sind eine junge Nation. Sie sind nicht sonderlich gläubig (tatsächlich gibt es kein zweites Land mit so vielen Atheisten) und auch nicht so pragmatisch wie wir Deutschen. Zweck-Ehen? Nein Danke. Man heiratet in Island, weil man es möchte. Es vielleicht romantisch findet, aber nicht, weil es zu Liebe automatisch dazugehören würde. In Island ist heiraten daher komplett deine Sache. Niemand belächelt dich, wenn du es machst. Niemanden kratzt es, wenn du es nicht machst. Eine Einstellung, von der einige unserer generellen Standard-Miesepeter sich bitte eine Scheibe abschneiden können. In Deutschland findest du schnell jemanden, den du gegen dich hast - dabei ist es egal, ob du heiratest, oder ob du es nicht tust.

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Die Kunst des Loslassens - warum wir manche Träume gehen lassen müssen.

Manche Träume muss man loslassen - eine der wohl schwierigsten Lektionen, die das Leben lehrt. Wir haben schon oft darüber berichtet, welche Träume wir uns erfüllt haben, welche Träume ganz unvermutet wahr geworden sind, welche Träume wir uns aktuell hart erarbeiten. Aber wir haben noch nie darüber geschrieben, dass auch wir schon zahlreiche Pläne und Hoffnungen haben verabschieden müssen. Das Leben ist bei niemandem ein endloses Zuckerschlecken und manches will nicht so, wie man selbst es gern hätte. Aktuell ist es wieder so weit, ein Kapitel geht zu Ende, Zeit, sich von einem Stück Heimat zu verabschieden... Wir haben es im letzten Beitrag schon angerissen, wir werden aus der Wohnung geschmissen. Unserer absoluten Traumwohnung hier in Reykjavik. Gut, so drastisch wie es jetzt klingt, ist es nicht, aber wir müssen dennoch Lebewohl sagen, da unser Vermieter das Apartment verkaufen möchte. Sechs Monate haben wir Anfang Mai von ihm bekommen, um eine neue Bleibe zu finden. Stand Ende Mai 2017: Bei den extrem mauen Verhältnissen auf dem isländischen Wohnungsmarkt wird dies Abstriche bedeuten. Wir lieben dieses Apartment, Pommes fühlt sich wohl, wir wohnen hier unheimlich gern. Es nutzt nichts, wir können nicht bleiben.

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Wege aus der Krise - 10 Tipps, wie ihr euch aus dem Tief kämpfen könnt.

Kein halbes Jahr ist es jetzt her, dass wir endgültig aufgeben wollten. Wir hatten die Schnauze voll, steckten fest in einem Traum, den wir uns einfach nicht erfüllen konnten, der Blog fühlte sich wie ein Schuh an, der zu klein geworden war, drückte, scheuerte. Wir haben uns morgens nur noch genervt aus dem Bett gehievt, haben ungesund gegessen und uns ständig geärgert. Über die Abhängigkeit von Aufträgen, um den Blog am Leben zu halten und den Mangel an solchen, über die Tatsache, dass wir auf den Social Media Kanälen zahlenmäßig überall hinterherhinkten, obwohl der Blog über die Maßen gewachsen war. Der Winter drückte aufs Gemüt, noch mehr aber die finanziellen Nöte, anfallende Steuerkosten, unzählige Arztbesuchen und private Pannen. Wir wollten nur noch alles hinwerfen, haben darüber gesprochen, uns in Island einen Angestellten Job im Hotel zu suchen oder einfach komplett nach Deutschland zurückzugehen. Die paar Aufträge, die wir hatten, wurden einfach generell nicht rechtzeitig bezahlt, unsere Sorgen stapelten sich in ungeahnte Ausmaße. Wir waren ausgebrannt. Keine Motivation, keine Ideen, keine Lust mehr. Ein halbes Jahr später und das Blatt hat sich gewandt, aus einem anfänglichen Silberstreif am Horizont ist ein strahlender Sommertag geworden und wir schauen nun so optimistisch und gespannt in die Zukunft, wie noch nie.

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Wann ist das Danke eigentlich optional geworden?

Wir bekommen so einige Emails, private Nachrichten auf Facebook und Instagram. Manchmal sind es unheimliche nette Worte zu dem, was wir hier verfassen, den Bildern, unseren Ideen und Projekten - das meiste sind jedoch Fragen. Ab und an zu Kleidungsstücken und nach Hilfestellung bei privaten Problemen, sehr viel häufiger zu Island. Kurze Anfragen (wie beispielsweise, was man an einem Regennachmittag in Reykjavik spontan machen könne) und umfangreiche Listen zur konkreten Reiseplanung, die wir abarbeiten sollen (wie beispielsweise "ich komme von dann bis dann - wo kann ich schlafen, wo bekomme ich ein Auto, was schaue ich mir am besten an, wo kann ich essen und hier kommen meine 10 Stops, die ich unbedingt einlegen möchte"). Manchmal sind wir aufgrund der Anfragen ein wenig sprachlos, meist setzen wir uns aber tatsächlich hin, unterbrechen unsere Arbeit (nämlichen unseren Blog mit genau diesen Informationen zu füllen, sowie parallel einen Reiseführer zu schreiben, der all diese Fragen klären soll) und klemmen uns an die Beantwortung der Mails. Wir suchen die gewünschten Informationen und Links heraus, wünschen einen schönen Tag und viel Freude... und dann passiert nichts. Die Nachrichten werden zwar durchaus gelesen, ein Danke bekommen wir in 80% der Fälle allerdings nicht. Dabei sind die fünf Buchstaben in gerade mal zwei Sekunden getippt - wenn man sich Zeit lässt. Wir fragen uns immer, ob diese Personen das im Alltag wohl auch so handhaben. Ob sie zum Beispiel auf der Straße nach dem Weg fragen und sich nach der Antwort einfach umdrehen und weitergehen.

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