Viewing posts for the category Thoughts & Motivational

Wege aus der Krise - 10 Tipps, wie ihr euch aus dem Tief kämpfen könnt.

Kein halbes Jahr ist es jetzt her, dass wir endgültig aufgeben wollten. Wir hatten die Schnauze voll, steckten fest in einem Traum, den wir uns einfach nicht erfüllen konnten, der Blog fühlte sich wie ein Schuh an, der zu klein geworden war, drückte, scheuerte. Wir haben uns morgens nur noch genervt aus dem Bett gehievt, haben ungesund gegessen und uns ständig geärgert. Über die Abhängigkeit von Aufträgen, um den Blog am Leben zu halten und den Mangel an solchen, über die Tatsache, dass wir auf den Social Media Kanälen zahlenmäßig überall hinterherhinkten, obwohl der Blog über die Maßen gewachsen war. Der Winter drückte aufs Gemüt, noch mehr aber die finanziellen Nöte, anfallende Steuerkosten, unzählige Arztbesuchen und private Pannen. Wir wollten nur noch alles hinwerfen, haben darüber gesprochen, uns in Island einen Angestellten Job im Hotel zu suchen oder einfach komplett nach Deutschland zurückzugehen. Die paar Aufträge, die wir hatten, wurden einfach generell nicht rechtzeitig bezahlt, unsere Sorgen stapelten sich in ungeahnte Ausmaße. Wir waren ausgebrannt. Keine Motivation, keine Ideen, keine Lust mehr. Ein halbes Jahr später und das Blatt hat sich gewandt, aus einem anfänglichen Silberstreif am Horizont ist ein strahlender Sommertag geworden und wir schauen nun so optimistisch und gespannt in die Zukunft, wie noch nie.

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Wann ist das Danke eigentlich optional geworden?

Wir bekommen so einige Emails, private Nachrichten auf Facebook und Instagram. Manchmal sind es unheimliche nette Worte zu dem, was wir hier verfassen, den Bildern, unseren Ideen und Projekten - das meiste sind jedoch Fragen. Ab und an zu Kleidungsstücken und nach Hilfestellung bei privaten Problemen, sehr viel häufiger zu Island. Kurze Anfragen (wie beispielsweise, was man an einem Regennachmittag in Reykjavik spontan machen könne) und umfangreiche Listen zur konkreten Reiseplanung, die wir abarbeiten sollen (wie beispielsweise "ich komme von dann bis dann - wo kann ich schlafen, wo bekomme ich ein Auto, was schaue ich mir am besten an, wo kann ich essen und hier kommen meine 10 Stops, die ich unbedingt einlegen möchte"). Manchmal sind wir aufgrund der Anfragen ein wenig sprachlos, meist setzen wir uns aber tatsächlich hin, unterbrechen unsere Arbeit (nämlichen unseren Blog mit genau diesen Informationen zu füllen, sowie parallel einen Reiseführer zu schreiben, der all diese Fragen klären soll) und klemmen uns an die Beantwortung der Mails. Wir suchen die gewünschten Informationen und Links heraus, wünschen einen schönen Tag und viel Freude... und dann passiert nichts. Die Nachrichten werden zwar durchaus gelesen, ein Danke bekommen wir in 80% der Fälle allerdings nicht. Dabei sind die fünf Buchstaben in gerade mal zwei Sekunden getippt - wenn man sich Zeit lässt. Wir fragen uns immer, ob diese Personen das im Alltag wohl auch so handhaben. Ob sie zum Beispiel auf der Straße nach dem Weg fragen und sich nach der Antwort einfach umdrehen und weitergehen.

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Eine kurze Geschichte der Zeit. Kapitel 2: Dinge, die auch die Zeit nicht geändert hat.

Seit fast 20 Jahren sind wir nun gemeinsam unterwegs. Vieles hat sich seit dem Tag verändert, an dem wir aufeinander trafen und beschlossen, beste Freundinnen zu sein. Wir sind erwachsen geworden, haben Deutschland hinter uns gelassen und leben nun als selbstständige Bloggerinnen und verlobt mit den zwei besten Männern der Welt ;) in diesem wunderschönen Apartment, in unserer liebsten Stadt, auf unserer liebsten Insel. Neben jenen offensichtlichen Veränderungen gab es weitere, schleichendere Prozesse, die uns gewandelt haben, unseren Charakter geformt, uns mehr Gelassenheit geschenkt. Unser Stil hat sich entwickelt, selbst unsere Vorlieben beim Essen (Oliven sind nicht mehr widerlich, sondern ziemlich lecker). Jeder kennt das - man wird eben älter. So sehr Fortschritt und Veränderung unseren Weg geprägt haben, so gibt es auch viele Dinge, die gleich geblieben sind. Unser Wunsch nach steter Veränderung zum Beispiel. Unser Humor. Unsere Liebe zur Natur. Familienverbundenheit. Die Aufregung bei neuen Projekten. Bei Umzügen. Wir ziehen unsere Kreativität, unsere Motivation und unsere Zufriedenheit aus Veränderung und neuen Perspektiven. Das ist schon immer so gewesen. Uns hat das nie gestört, unser Umfeld dabei sehr wohl (so manches Mal). Uns wurde gesagt, dass, wenn wir beispielsweise einmal in Island leben würden, wir hier eh nie glücklich wären, weil wir nur noch schauen würden, wo es uns als nächstes hinziehe.

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Wundervolles Island - Episode 1: Was wir von den Isländern lernen können.

Wir sitzen im Taxi zum Hannover Hauptbahnhof, müssen unsere beiden Jungs zurück nach Island verabschieden und wollen sie eben im Zug absetzen. Die Tickets sind so gebucht, dass die beiden locker zwei Stunden Zeit zum Check-In haben - um 14Uhr nochwas soll der Flieger zurück in die Heimat starten. Wir sitzen also im Taxi und bekommen eine SMS. 'Wir bedauern, Sie informieren zu müssen, dass ihr Flug aktuell eine Stunde Verspätung hat und nun 12:30Uhr gehen wird.' - Irgendwas in der Richtung. Schlagartige Stille im Auto, alle kalkulieren, wie das sein kann, dann die vorsichtige Frage 'ich dachte, der Flug geht kurz nach 14Uhr?'. Wir beide sind umgehend angespannt, kramen fiebrig nach den Handys, um noch einmal die genauen Flugdaten zu checken. Uns trifft fast der Schlag - ganz offensichtlich ist bei der Zugbuchung jemand in der Zeile verrutscht, die geplante Abflugzeit ist 11:40Uhr. Wie wir so sind, werden wir direkt panisch. Fluchen. Recherchieren knapp an der Hysterie vorbei schlitternd, wann genau der Zug in Berlin ankommen soll, wie viele Minuten die Fahrtzeit vom Hauptbahnhof bis Schönefeld Flughafen beträgt, wann der Check-In Schalter schließt und diskutieren dann mit hochroten Köpfen, wie zur Hölle das passieren konnte. Während Caro Stressflecken bekommt und Linda nonstop redet, wechseln die beiden mit ruhiger Stimme drei Worte, klären die Lage und schauen dann gähnend aus dem Fenster.

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Eine kurze Geschichte der Zeit. Kapitel 1: 'Your adventure starts now'

Manchmal ist die Zeit gekommen, sich neu zu erfinden. Sich zu lösen, wenn Dinge sich festgefahren haben. Einen Schluss-Strich zu ziehen oder einen Neuanfang zu wagen. Wir lieben solche Abschnitte im Leben, lieben es, weiterzugehen, Pläne zu schmieden, Ideen in die Realität umzusetzen. Wir sind jetzt ganz brutal ehrlich mit euch: dieser Blog ist unser zu Hause, aber er wird auf Dauer nicht unser Einkommen sichern und auch nicht unsere Zukunft sein. Er ist unsere Inspiration, unser kreatives Outlet, aber wir sind nicht DIE Überflieger, werden auf die Schnelle keine 200.000 Instagram Follower mehr zusammenbekommen - aber die braucht es leider, wenn man aktuell von seinem Blog leben möchte. Wer eine Platform wie unsere als Plan A betreibt, der muss sich an die oberste Spitze durchsetzen, vor allem, was Social Media anbelangt. Gute Leserzahlen allein reichen nicht mehr aus, im Gegenteil, sie scheinen immer irrelevanter zu werden, wenn sie nicht mit den passenden Kanälen daherkommen. Wir haben uns lange im Becken gehalten, wir stecken auch jetzt nicht den Kopf in den Sand, darum soll es gar nicht gehen. Aber wenn man merkt, dass man gewisse Grenzen erreicht hat, dann ist es vielleicht an der Zeit, seine anderen Träume noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir sind Anfang 30, noch machen uns Outfit-Postings Spaß, aber in 10 Jahren ist es nicht unser Ziel, noch immer permanent unsere Gesichter in die Kamera zu halten. Man wächst mit seinen Aufgaben, geht mit dem Trend, aber wenn man merkt, dass es Zeit für Veränderung ist, dann sollte man auf sein Herz hören. Wir werden Like A Riot nicht schließen und hier jetzt fiese Klickhascherei betreiben, wir wollen nur sagen, dass ein gewisser Fortschritt und Wachstum im Leben essentiell sind und wenn man stagniert, dann ist es vielleicht genau das Richtige, sich zu drehen und einen großen Satz in eine andere Richtung zu machen.

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Warum es völlig ok ist, einfach mal einen schlechten Tag und 'nen Durchhänger zu haben.

Positives Denken ist eine gute Sache, es ist wichtig, es beeinflusst das ganze Leben und seinen Verlauf. Dinge positiv zu sehen, die Schönen Seiten zu finden, sich über Kleinigkeiten zu freuen, anstatt sich über andere Kleinigkeiten aufzuregen - all dies hat eine unheimliche Auswirkung auf die eigene Lebensqualität. Wundervoll ist daher dieser Positivity Trend, in all seinen Facetten. Und trotzdem schleicht sich bei uns so langsam das Gefühl ein, dass Social Media uns dieser Tage vermitteln möchte, dass positives Denken ein MUSS sei. Das Selbstzweifel gänzlich scheiße sind, dass Frauen sich immer und bedingungslos gegenseitig unterstützen müssen und alle automatisch BFFs for life sein sollten. Das man immer mit einem Strahlelächeln durchs Leben zu gehen hat und nichts bemängeln darf. Das wir Deutschen einfach nur eine grenzenlose Nörgler-Nation sind, die sich jetzt zusammenreissen soll, jeden Tag, so beschissen er auch sein mag, als ein Geschenk abzufeiern hat, sich gegenseitig nonstop Komplimente machen sollte (speziell wenn es nach den Instagramern geht, dann bitte in einer Flut aus positiven 'you go girl' Kommentaren) und das es scheiße ist, Dinge auch mal scheiße zu finden. So sehr wir also dafür sind, immer die positiven Seiten zu sehen, nach Vorn zu schauen, Momente zu genießen, so möchten wir doch langsam auch einschreiten und sagen: du musst dir das hier nicht zwanghaft schön reden, du darfst auch einfach mal was blöd finden. Du darfst unzufrieden sein, zweifeln, nörgeln. Wir verstehen einfach nicht, warum mittlerweile alles so extrem ausfallen muss.

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