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Ein Retro Sommerlook an einem der wohl schönsten Plätze Reykjaviks.

Wenn alles klappt, dann heiraten wir diesen Oktober an der Grótta. Hochzeit am Leuchtturm, damit würde für mich ein großer Traum unglaubliche Wirklichkeit. Da Island klein ist und jeder irgendwen kennt, der irgendwen kennt, sind wir an diejenigen herangekommen, denen das Haus auf der kleinen Insel gehört und eben jene lieben Menschen haben zugesagt, uns das Häuschen für 24h zu vermieten. Wir könnten dort auch übernachten - was wir vielleicht sogar müssen, da es bei Flut nicht mehr möglich ist, zurück ans Land zu kommen. Wenn terminlich alles klappt (während ihr das lest, stehen wir beim isländischen Standesamt und machen Tag und Uhrzeit fest), dann sagen wir JA auf der stürmischen Mini-Insel kurz vorm arktischen Zirkel, umgeben von unseren liebsten Menschen, trinken danach einen Kaffee am Lighthouse und essen ein Stück Kuchen inmitten perfekter Einsamkeit. Ich kann gar nicht sagen, wie viel mir das bedeutet. Eine Handvoll Menschen, ein rauer Oktobertag, ein Cappuccino zwischen krächzenden Seevögeln und rauschenden Wellen - besser könnte ein Bund fürs Leben kaum beginnen. Danach fahren wir für drei Tage in Mini-Flitterwochen in den Norden Islands, zum Baden, Spazieren und Staunen. Ich werde hier immer staunen, mein Leben lang. Wir lassen es uns nun genehmigen, dass Caro auch als (noch ;D) Nicht-Isländerin meine Trauzeugin sein darf und dann machen wir uns an die Details unserer beiden Hochzeitsfeiern.

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Auf der Suche nach dem perfekten Hochzeitsoutfit. (Und ein Sommerlook.)

Wir hatten immer einen komplett verschiedenen Mode-Geschmack. Linda war ein Shorts und T-Shirt Görl und Caro eines, dass Herzchen liebte. Caro mochte Rosa, Linda Blau, Caro Rüschen und Linda Karos. Über all die Jahre haben wir uns mehr und mehr angenähert und wenn wir heute die Farben 'von damals' tragen, dann ist dies blanker Zufall. So sehr sind wir in punkto Mode aufeinander zugesteuert, dass wir aus allen verfügbaren Seiten im Netz original die gleichen Schuhe zur Hochzeit ausgesucht haben. UND das gleiche Kleid, Linda ironischerweise in Dunkelblau und Caro in Blush. Es war wie ein Witz - stundenlang hatten wir das WWW abgesucht, einander dann von den gefundenen Stücken vorgeschwärmt und dabei festgestellt, dass das ganz schön ähnlich klang. Als wir uns unsere Fundstücke gegenseitig zeigten, da konnten wir es fast nicht glauben. Wir können schon einmal sagen, dass wir für die standesamtliche Hochzeit etwas suchen, das schick ist, etwas ausgefallener, elegant und nicht zwingend Weiß. Im Gegenteil - Blush, gedecktes Rot, Königsblau, Elfenbein oder auch Mauve sind bei uns ganz vorn im Rennen. Am liebsten hätten wir einen Hauch Retro im Look, allerdings sind wir da absolut nicht fündig geworden. Zugegebenermaßen haben wir uns mit der Suche super viel Zeit gelassen, die paar Favoriten, die wir uns vor Wochen schon einmal als Lesezeichen gesetzt hatten, sind mittlerweile längst ausverkauft. (Da hätte man drauf kommen können. :P) Wir sind spät dran, wir haben nicht DAS Traum-Outfit im Kopf und wir sind zu ungeduldig, um tagelang das Netz zu durchforsten - es soll sich jetzt einfach alles irgendwie fügen. Und das bitte schnell. Idiotisch, wissen wir.

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Dresscode Island: euer perfektes Outdoor-Equipment mit Bergans of Norway.

Viele Touristen unterschätzen Island. Es hat bedenkliche Ausmaße angenommen, wie häufig Menschen hier zu Schaden kommen, weil sie die sehr raue Natur nicht richtig einzuordnen wissen. Heftige Stürme, plötzliche Wetterwechsel, Temperaturabfälle und schwierigen Straßen- und Wegbedingungen können einen ganz schön überrumpeln und aus dem Gleichgewicht bringen - im wahrsten Sinne des Wortes. Die Naturgewalten sind mächtig. Das Wasser in den Flüssen und Fällen hat eine unglaubliche Kraft, die Wellen können in Sekundenschnelle ganze Landabschnitte unter sich begraben. Blitzeis, Steinschlag, extremer Schlamm, wahnsinnig kaltes Wasser - Island hat all dies und davon reichlich. In unserem Beitrag zur Drei Zinnen Wanderung in den Dolomiten hatten wir schon einmal angerissen, wir essentiell die richtige Ausrüstung bei solchen (Berg-)Touren ist. Auch wenn wir generell nicht finden, dass man bei jedem kleinen Ausflug auf dem Waldweg Wanderschuhe und Funktionshose anziehen muss, nur um besonders praktisch gekleidet zu sein, ist es durchaus ein Fakt, dass bestimmte Abenteuer in die Natur in jedem Falle ein spezielles Equipment benötigen. Allem voran: die richtige Kleidung. Natürlich hilft auch die beste Ausrüstung nicht, wenn die Flüsse innerhalb von Minuten überlaufen oder ein Vulkan ausbricht und einem Aschewolken entgegen jagt, aber dem schnellen Wechsel von Temperatur und Wetter sollte man trotzen können.

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'Während ich durch die Straßen laufe, wird langsam Schwarz zu Blau' - Ein Stadtlook.

WIR HABEN UNSER DATUM! Ahhh, ich freue mich so - am 20.09. sagen Logi und ich das große Ja vor unseren beiden Familien und engsten Freunden. Die standesamtliche Hochzeit findet in Deutschland statt, die Trauung selbst (allerdings keine kirchliche) dann nächstes Jahr in Island. Jetzt geht es in die heiße Planungsphase. Leider, leider hat uns die Bürokratie einige Striche durch die Rechnung gemacht und so heiraten Linda und ich nicht mehr am selben Wochenende. (Einen Beitrag zum Thema, was es alles zu beachten gilt, wenn man jemanden aus dem Ausland heiraten möchte, gibt es in Kürze.) Vielleicht ist das aber auch gut so, denn nun können wir einander jeweils die Trauzeugin sein, die wir uns gern sein möchten. Dank dieser Wendung ist es sogar ein bisschen so, als würde Linda uns trauen, denn da in Deutschland Hochzeiten nur auf Deutsch abgehalten werden, muss ein Übersetzer ins Englische vor Ort sein - und Linda übernimmt eben diese Aufgabe für uns. Die Eckdaten stehen nun also: Datum, Uhrzeit, Location. Eine Gartenhochzeit wird es werden, mit Kuchen, rosa Sekt und Lampions in den Bäumen. Wir besprechen den Brautstrauß und die Deko und gestern haben wir hier vor den Laptops gesessen und die Hochzeitskleider ausgesucht. Es wird wirklich ernst und ich kann es kaum glauben. Ein bisschen fürchte ich mich vor den kommenden Wochen, denn sie gehen nicht ohne eine gehörige Portion Stress einher.

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Ein Tag am Meer mit Blutsgeschwister: Sommerstunden in Island.

"Es ist ein Sommertag gewesen. Einer dieser raren Tage an der rauen Küste, an denen etwas über 20°C herrschen, der Wind nicht ganz so gewaltsam über die Landzunge fegt und man wirklich ein Kleid anziehen kann. So ein Tag war es. Die Sonne hatte bereits am Morgen ihren Mantel aus silbernem Glitzer über das ungewöhnlich ruhige Meer gelegt, auf der Terrasse summten Hummeln. Wir haben Kaffee getrunken, ohne Zucker und mit viel Milch - so, wie wir ihn immer schon am liebsten mochten. Ganz ohne Eile. Bestimmt 20 Minuten haben wir ohne ein Wort zu wechseln in der Sonne gesessen. Es gab zu dem Moment nichts hinzuzufügen, er war so simpel und gänzlich perfekt. Wir wollten am Nachmittag unbedingt ans Wasser. Vielleicht eine Banane mitnehmen und etwas von dem Rosen-Getränk, das wir so liebten. Nur ein, zwei Stunden in den Dünen sitzen und den Wellen dabei zusehen, wie sie träge an die Küste rollen. Wir haben gefrühstückt (kleine Schoko-Croissants, auf dem schmalen, weißen Tisch in der Küche) und dann Wäsche draussen im Garten aufgehangen. Wenn sie an der frischen Luft trocknet, dann riecht sie einfach am besten. Den ganzen Tag haben wir wenig gesagt, viel gelächelt und ein paar mal vor uns hin gesummt. Irgendein lustiges Volkslied, ich weiß es nicht mehr. Am Nachmittag saßen wir dann auf den Steinen hinter den Dünen. Es war wirklich unglaublich warm.

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#ihaveabody, Part II - Warum es egal ist, ob Längsstreifen schlank machen, oder nicht.

"Dieser Rock trägt echt auf." Auf was denn jetzt genau? Und was soll das eigentlich heißen? Bedeutet es 'mehr' oder will man mir sagen 'zu viel'? Mir ist es völlig egal, ob er auf oder ab trägt - ich finde den Rock gänzlich spitze. Aber beruhigt euch Freunde, beruhigt euch. Dies wird kein weiterer #bodypositivity Beitrag von unserer Seite. Und warum? Weil wir ganz klar Stellung beziehen, indem wir keine Stellung zu dem Thema mehr beziehen. Jede ausgiebige Erklärung, warum eine Frau ihren Körper so akzeptieren darf wie er ist, klingt für uns nach einer Rechtfertigung - und wir müssen uns schlichtweg nicht (mehr) rechtfertigen. Nicht dünner shoppen, nicht runter hungern, nicht vom Sport abbringen lassen oder von einer persönlichen Diät Entscheidung. Keine Figur und keine Meinung zum eigenen Körper bedarf noch einer ausgiebigen Zusammenfassung für Dritte (es sei denn, das Verhalten ist gesundheitsschädigend). Wir haben nun schon mehrfach was zu dem Thema gesagt und da der Hype, Selbstliebe zu predigen und #positivity zu streuen, immer größer wird und so langsam in eine Richtung ausartet, wo es sich schwer danach anfühlt, als würden wir Frauen uns a) entweder in unangenehmen Ausmaß selbst abfeiern und uns als gänzlich fehlerfrei einstufen oder b) es nach einer permanenten Rechtfertigung klingt.

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