Im königlichen Vorhangstoff durch den frühen Sommer - der Brokat Midi.

Himmel, wie lange hatten wir kein schlichtes Outfit mehr auf dem Blog? Ewigkeiten! Es ist nicht so, dass uns die Lust an der Mode flöten gegangen wäre - überhaupt nicht. Wenn, dann ist eher das Gegenteil der Fall. Wir haben uns über die Maßen gefreut, ein paar Sommersandalen zu shoppen, konnten uns über unsere neusten Fundstücke von TopVintage gar nicht mehr einbekommen und wir gehen auch nie an einem unserer drei liebsten Second Hand Läden in Reykjavik vorbei, ohne nicht 'nur mal kurz' hinein zu hüpfen. Wir lieben Fashion. Muster, Farben, Schnitte, Formen. Kleider, Röcke, Mäntel, Heels. Uns macht es Spaß, ein Outfit zusammen zu stellen, Lieblingsstücke anzuziehen und unserer jeweiligen Gefühlslage Ausdruck zu verleihen. Nur irgendwie hatten wir keine Lust mehr, das Ganze für den Blog festzuhalten. Weil uns der Mehrwert fehlte und es sich komisch anfühlte, einen Text zu verfassen, der dann mit dem Outfit nur wenig zu tun hatte. Weil wir uns verändert haben und es keinen Spaß mehr macht, sich extra stärker zu schminken und die Haare gezielt in Wellen zu legen. Weil wir uns fragen, wen das bitte interessieren soll. Dennoch fehlte uns was. Wie gern klicken wir uns durch die älteren Beiträge, lesen die Auszüge aus dem 'damaligen' Alltag und finden uns vielleicht sogar inspiriert, das ein oder andere Ensemble mal wieder aus dem Schrank zu kramen.

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Wanderung zu den Drei Zinnen - der wohl berühmteste Aufstieg der Dolomiten.

Die Dolomiten, Südtirol, das Meraner Land - in unserer Jugend waren die schroffen Berge und grünen Täler so etwas wie unser zweites Zuhause. Ob österreichische Seite oder italienischer Part, hier waren wir klettern, wandern, schwimmen, hier haben wir - meist gemeinsam - unsere Sommerferien verbracht. Unser zweiter Urlaub ohne Eltern (der erste war ein absoluter Reinfall und zählt damit eigentlich gar nicht als Urlaub), führte uns damals in die Nähe von Toblach und schuf Erinnerungen, die wir unser Leben lang nicht vergessen werden. Wir haben uns frei gefühlt, unbeschwert und vor allem komplett sorglos. Es gab Pizza, Pasta und schönes Wetter, die ein oder andere Urlaubsliebe und verdammt viel Eis. In den vergangenen Jahren hat es uns nicht mehr in die Region verschlagen, die Lebensumstände ließen es nicht zu und uns auch gar nicht groß darüber nachdenken. Als dann Anfang des Jahres die Anfrage kam, ob wir den Dolomiten einen Besuch abstatten wollen würden, da waren wir dementsprechend Feuer und Flamme. Berge, Seen und Gelato - wir konnten es gar nicht erwarten, an die Schauplätze vergangener Sommer zurückzukehren. Vor allem wollten wir eins: hoch hinaus. Wir sind in Island viel draussen unterwegs, aber auch wenn die isländische Natur ein wahr gewordener Herr der Ringe Traum ist, so kann sie mit den Gipfeln der Dolomiten dennoch nicht mithalten.

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Wundervolles Island - Episode 3: Warum heiraten deine Sache ist.

Wir wollten einen Beitrag über Hochzeitsbräuche in Island schreiben. Wir fanden das (auch in Anbetracht unserer eigenen Geschichte) eine spannende Sache und haben uns mit Schwung in die Recherche geworfen... Wir wurden nicht fündig. Selbstverständlich gab es unzählige schräge Bräuche zu Wikingerzeiten, die von fragwürdigem Essen über Opfergaben für Odin und Freya bis hin zu den lustigsten Aberglauben so Einiges umfassten. Aber wenn man über den geschichtlichen Stand hinaus schaut, dann findet man nicht mehr viel. Besser: man findet gar nichts. Weder im Netz, noch auf Nachfrage. Die Isländer sind eine junge Nation. Sie sind nicht sonderlich gläubig (tatsächlich gibt es kein zweites Land mit so vielen Atheisten) und auch nicht so pragmatisch wie wir Deutschen. Zweck-Ehen? Nein Danke. Man heiratet in Island, weil man es möchte. Es vielleicht romantisch findet, aber nicht, weil es zu Liebe automatisch dazugehören würde. In Island ist heiraten daher komplett deine Sache. Niemand belächelt dich, wenn du es machst. Niemanden kratzt es, wenn du es nicht machst. Eine Einstellung, von der einige unserer generellen Standard-Miesepeter sich bitte eine Scheibe abschneiden können. In Deutschland findest du schnell jemanden, den du gegen dich hast - dabei ist es egal, ob du heiratest, oder ob du es nicht tust.

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Hohe Erwartungen? Hotel Hohenwart! Der perfekte Urlaub beginnt in Schenna, Südtirol.

Wir waren schon in vielen Unterkünften. Von der Airbnb Gammel-Garage bis hin zum 5* Hotel haben wir die verschiedensten Betten getestet. Klickt ihr euch durch unseren Blog werdet ihr aber bemerken, dass wir kaum eines dieser 'zu Hause auf Zeit' jemals detailliert vorgestellt hätten. Dabei war in allen Privatreisen und jedem Pressetrip selbstverständlich auch eine Bleibe inkludiert. Wir sind aber keine Hoteltester aus Leidenschaft und finden, ein Hotel per se macht noch keinen Urlaub aus. Eigentlich. Nun waren wir aber für zwei Nächte ins Hotel Hohenwart eingeladen - und so schockverliebt, dass wir den Meran-Guide hinten angestellt haben und euch lieber erst einmal diese traumhafte Unterkunft vorstellen. Warum? Weil wir (und das innerhalb von 48h!) tiefenentspannt waren. - wir lassen das kurz sacken - Von daher gesagten Werbebotschaften halten wir nichts, wir denken, das wisst ihr mittlerweile. Wir übernehmen keine lieblosen Slogans und greifen auch nicht in die sprachschätzliche Trickkiste um etwas mäßig Gutes als überragend zu verkaufen. Niemand von uns will so über den Tisch gezogen werden, also bleiben wir stets bei den Tatsachen. Und eins sagen wir direkt vorweg: wir sind die größten Skeptiker überhaupt, wenn irgendjemand uns mit dem Thema 'Entspannung' um die Ecke kommt.

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Rothenburg ob der Tauber: Willkommen in Deutschlands Märchenstadt.

Wer von euch war schon einmal in Rothenburg und hat sich NICHT Hals über Kopf in die zauberhafte Altstadt verliebt? Keine Meldungen? Das dachten wir uns! So viel hatten wir von den niedlichen Gässchen und bunten Häusern innerhalb der mittelalterlichen Burgmauern gehört, dass wir eine Nacht Zwischenstopp im Burghotel eingelegt haben, bevor wir in unser erstes Ziel in den Dolomiten eingekehrt sind. Und weil es uns so unfassbar gut gefallen hat, wollten wir gern einen kleinen Einblick in die Märchenstadt geben und euch mit Tipps versorgen, sollte es euch selbst einmal in das deutsche Weihnachtsparadies Rothenburg verschlagen. Die Jungs jedenfalls waren beide schwer begeistert und konnten sich an den Türmen, Erkern, Farben und Blumen gar nicht satt sehen. Ein wahres Kontrastprogramm zu Island und seiner rauen Unberührtheit. Und auch wenn Rothenburg SEHR touristisch ist, so war man gerade am Abend dann doch fast allein unterwegs und konnte ganz in Ruhe all die kleinen Gässchen durchstöbern. Wer auf Efeu überzogene Häuserwände, den Baustil der Renaissance, Gotik und Romanik, Pastelltöne, deutschen Wein und Schmalzgebäck steht, der sollte nun dringend weiterlesen und schon einmal nach einem freien Wochenende für einen Abstecher nach Bayern im Terminkalender Ausschau halten.

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Die Kunst des Loslassens - warum wir manche Träume gehen lassen müssen.

Manche Träume muss man loslassen - eine der wohl schwierigsten Lektionen, die das Leben lehrt. Wir haben schon oft darüber berichtet, welche Träume wir uns erfüllt haben, welche Träume ganz unvermutet wahr geworden sind, welche Träume wir uns aktuell hart erarbeiten. Aber wir haben noch nie darüber geschrieben, dass auch wir schon zahlreiche Pläne und Hoffnungen haben verabschieden müssen. Das Leben ist bei niemandem ein endloses Zuckerschlecken und manches will nicht so, wie man selbst es gern hätte. Aktuell ist es wieder so weit, ein Kapitel geht zu Ende, Zeit, sich von einem Stück Heimat zu verabschieden... Wir haben es im letzten Beitrag schon angerissen, wir werden aus der Wohnung geschmissen. Unserer absoluten Traumwohnung hier in Reykjavik. Gut, so drastisch wie es jetzt klingt, ist es nicht, aber wir müssen dennoch Lebewohl sagen, da unser Vermieter das Apartment verkaufen möchte. Sechs Monate haben wir Anfang Mai von ihm bekommen, um eine neue Bleibe zu finden. Stand Ende Mai 2017: Bei den extrem mauen Verhältnissen auf dem isländischen Wohnungsmarkt wird dies Abstriche bedeuten. Wir lieben dieses Apartment, Pommes fühlt sich wohl, wir wohnen hier unheimlich gern. Es nutzt nichts, wir können nicht bleiben.

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